Blauer Kreis Zoologische Gesellschaft Österreichs für Tier- und Artenschutz
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Mit seinen ORF-Sendungen, die von 1956 bis zu seinem Tod im Jahr 1992 unter verschiedenen Titeln liefen (der letzte Titel war Rendezvous mit Tier und Mensch), wurde der passionierte Bart- und Khakiträger in ganz Österreich bekannt. Zunächst wurde in improvisatorisch eingerichteten Studios in Wien-Meidling gedreht, später in den neuen ORF-Studios auf dem Küniglberg in Wien XIII. In dieser Sendung brachte er Naturschutz, aber auch österreichische Traditionen und Kulturen einer breiten Öffentlichkeit nahe. Den Verlauf der technischen Entwicklung der menschlichen Zivilisation sah er allerdings zunehmend pessimistisch. Bei der Einstellung der Sendung war dies die am längsten ausgestrahlte Fernsehserie der Welt und später noch die längste gleichbleibende Sendung im deutschen Sprachraum.

Ohne schriftliche Anhaltspunkte stand Otto Koenig in der Kulisse des Studios und trug vor. Er war einer der letzten Moderatoren, die das so noch konnten – und durften . Es gab lediglich ein locker mit der Regie abgesprochenes und nach Otto Koenigs Vorgaben erstelltes meist einmal durchgeprobtes Ablaufblatt, das sich im Ernstfall – es handelte sich bis in die 70er Jahre meist um Livesendungen – nicht selten veränderte, weil Koenigs Spontaneinfälle von der ganzen überraschten Crew erfasst und umgesetzt werden mussten. Seine Ideen für die aktuelle Sendung waren oft nicht älter als zwei Tage. Mitunter setzte er Himmel, Hölle und viele seiner Mitarbeiter in Bewegung, um an spezielle Präsentationsobjekte, Tiere und auch Gäste zu kommen, was verständlicherweise Erschöpfungszeichen in seinem Umfeld auslöste, die er selbst niemals zeigte und demnach auch nicht verstand. Es kam vor, dass zwei Sendungen hintereinander im Voraus aufgenommen wurden, was beträchtlichen Aufwand, Konzentration und viel Personal verlangte. Besondere Wichtigkeit hatten die von Otto Koenig und seinen Assistenten gedrehten 16mm-Filme, deren mindestens einer in den Sendungsablauf eingespielt wurde .Die monatliche Fernsehreihe kam gut an, hatte beste Einschaltquoten. Erst lief sie lange Zeit im Hauptabendprogramm, später in den 80er Jahren im Vorabendprogramm. Einige Male wurde direkt im Institut auf dem Wilhelminenberg gedreht, was Hektik für den Tagesablauf der Mitarbeiter, vor allem aber für die im Institutsgelände in großen Volieren untergebrachten Tiergruppen bedeutete, weil unendlich viele Kabel sich durch das Institut zogen, Scheinwerfer strahlten und Fremde durchliefen, rein gar nichts mehr den ruhigen Betrieb garantierte und die ganze menschliche wie tierische Belegschaft aufatmete, wenn wieder Alltag einzog, der mit täglichen Überraschungen abwechslungsreich genug war. Otto Koenig baute seine Sendungen allein mit Hilfe seiner Vorstellung auf, wenige Vorgespräche mit Gästen und Mitarbeitern fanden statt, er selbst machte nie Notizen oder gar ein schriftliches Konzept. Doch es gab kaum Pannen, sieht man davon ab, dass manche durch Scheinwerfer irritierte Vögel oder Säugetiere ins technische Gestänge der großen Studiohallen flüchteten, von wo sie mühsam aus verschiedenen Winkeln und Höhen wieder eingesammelt werden mussten. Otto Koenig brachte immer lebende Tiere mit, die er vorstellte; über ihre Bedürfnisse und Pflege sprach er, was sich zur Haltung eignete oder nicht. Er führte in der Sendung Gespräche mit Gästen aus Wissenschaft und Politik. Einschlägige Bücher wurden vorgestellt, auf Naturschutzprojekte hingewiesen, Bedrohungen aufgezeigt.

Die Sendung war beliebt und lange Zeit das finanzielle Fundament des Instituts. Die „Wilhelminenberger Fernsehkulisse" war stets gleich und ohne große Effekte. Einige Blickpunkte bildeten die Tiere oder auch kulturelle Gegenstände, immer waren kleine Gruppen von Zinnsoldaten, die Otto Koenig liebte und sammelte, mit in der Deko.

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