Blauer Kreis Zoologische Gesellschaft Österreichs für Tier- und Artenschutz
Blauer Kreis             Zoologische Gesellschaft Österreichs für Tier- und Artenschutz

Dank, Bewunderung und Glückwunsch!

Von der erfolgreichen Geschichte und Tätigkeit des „Blauen Kreises" habe ich persönlich nur 20 Jahre miterlebt, doch diese waren faszinierend und begeisternd zugleich. Das Zusammentreffen hervorra­gender Eigenschaften macht es wohl, dass Qualität und Kontinuität beim „Blauen Kreis" als selbstverständlich angesehen werden.

Meine Zeit bei und mit dem BK waren selbstverständlich von Prof. Dr. Kurt Ko­lar und seiner Frau Evelyn geprägt, diese beiden haben es stets verstanden, mit be­geisterten Mitstreitern nicht nur Probleme im Tierschutz aufzuzeigen, sondern nach, meist unkonventionellen, Lösungen zu su­chen und diese dann auch durchzusetzen. Für eine Tierschutzaktion völlig ungewöhn­lich, wenn auch eigentlich naheliegend, waren die Aktivitäten, die das Ziel ver­folgten, schon vor 20 Jahren den Tiergar­ten Schönbrunn vor dem Zusammenbruch zu retten und die Lebensbedingungen für die Tiere zu verbessern. Für Kurt Kolar, der nicht nur Zoologe, sondern gleichermaßen Verhaltensforscher und Tierpfleger war, stand außer Zweifel, dass ein gut geführter Tiergarten sowohl für das tierschutzge­mäße Empfinden der Bevölkerung als auch für den Tier-, Natur- und Artenschutz unverzichtbar sei. Grundvoraussetzung ist eben die Tatsache, dass in einem Tiergarten Tierfamilien in natürlichen Sozialverbän­den jahrein, jahraus bis zur Vollendung der natürlichen Lebenserwartung fast sämt­liche natürlichen Bedürfnisse befriedigen können. Jungtiere bleiben bis zu dem Alter bei der Mutter, im dem sie auch in der Na­tur aus dem Revier verdrängt werden.

Sie werden nicht, wie ein junger Hund oder eine junge Katze, als Säugling abge­nommen und in eine fremde Umgebung gebracht. Es ist kein Vorwurf, dass Reitpferde, Hunde oder Katzen als soziale Le­bewesen sich mit dem Menschen als Sozialpartner begnügen müssen, aber wenn wir schon von „naturgemäß" reden, dann gibt es eben keine bessere Tierhaltung als im guten (!) Zoo. Sollte die wahnwitzige For­derung auf Haltungsverbot von Tieren für den Menschen ernsthaft geprüft werden, so wäre die Zootierhaltung die allerletzte, die aus Tierschutzgründen zu hinterfragen wäre.

Den Repräsentanten des Blauen Kreises war aber auch klar, dass gewissenhafte Heimtierhalter, oder solche die es noch werden wollen, bei ihrem Besuch im Zoo die Lebensbedürfnisse ihrer Heimtiere oder deren Verwandte umgesetzt sehen und dadurch ihre eigene Tierhaltung viel kritischer betrachten.

Wellensittiche oder Papageien als Gruppe in einer Flugvoliere gehalten kann man wohl nicht mit dem einzelnen Ara auf der Stange oder dem Wellensittich vergleichen, der vor lauter Langeweile das „Bussi-Bussi" der Besitzerin nachplappert.

Durch dieses Fachwissen war es dem Team des Blauen Kreises auch stets möglich, bei Problemen mit Wildtieren in privaten Haltungen helfend und schützend einzugreifen, aber letztlich auch für die Übernahme solcher

Spezialfälle im eigenen Bereich aber auch bei Zoologischen Gärten, weit über die öster­reichischen Grenzen hinaus, zu sorgen. Bei dieser Tierschutzorga­nisation, die auch den Natur- und Umweltschutz auf ihre Fahnen geheftet hat, spannt sich jedoch der Aktivitätsbogen von den Papageien und Giftschlangen über Hund und Katze bis zu den einheimischen Wildtieren, die im Einfluss­bereich des siedelnden Menschen Nisthil­fen, Schutz und Betreuung brauchen. Bei all dieser Kompetenz, Einsatzfreude und Zähigkeit ist aber auch die konti­nuierliche Verlässlichkeit ein Punkt, der nicht nur Bewunderung verlangt, sondern auch für die Zukunft hoffen lässt. Die zukunftsweisenden Aktivitäten sind auch ganz wesentlich in das bundeseinheitliche Tierschutzgesetz Österreichs eingeflossen, dass 2005 in Kraft getreten ist. Dieses umzusetzen und auch laufend anzupassen und zu verbessern ist eine Aufgabe, an der der Blaue Kreis auch künftighin unverzichtbare Beiträge leisten wird. In den vergangenen 10 Jahren waren in der nati­onalen und internationale Tierschutzszene auch solche Organisationen im Blickpunkt der Öffentlichkeit, die den echten Tier­schutz als Deckmantel missbrauchten und bei denen Spendengelder von Repräsentanten eher als Sozialhilfe der Luxusklasse eingestreift wurden. Den oft enttäuschten Spendern bleiben aber Organisationen wie der Blaue Kreis, die ihre Leistungen ebenso wie die Budgets offen legen und dadurch zur Großzügigkeit im Interesse der schutz­bedürftigen Tiere ermuntern.

So wünsche ich dieser Organisation zum Jubiläum von Herzen alles Gute, bedanke mich für die exzellenten Leistungen und hoffe auch weitere Jahrzehnte erfolgreichen Wirkens.

Prof. Dr. Helmut Pechlaner

KAMERAD TIER 1+2/2017
Schulwettbewerb - ein großer Erfolg!

Hier finden Sie uns

Blauer Kreis

Schadekgasse 6/1

1060 Wien

Kontakt

 Tel. +43 (0)1 982 95 01

 Fax: +43 (0)1 282 20 25

Rufen Sie einfach an unter

+43 (0)664 1217 427

 E-Mail: blauerkreis@aon.at

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

 

SPENDENKONTO:

PSK-Konto 7433.041

BLZ: 60000

BIC: BAWAATWW

IBAN: AT236000000007433041

seit 21.01.2013

Spenden sie jetzt!

Unterstützen Sie unsere Projekte. Ihre Spende finanziert die laufenden Projektkosten und unsere Aktivitäten.