Mag. Michael Köck

Biologe & Aquaristikliebhaber

 

Ich wurde am 13 Januar 1968 geboren, bin daher Steinbock, und die werden ja traditionell oft mit Fischschwanz dargestellt. Folglich war mein Weg in die Aquaristik vorgezeichnet, und so begann ich im zarten Alter von fünf Jahren bereits meine ersten Fische zu pflegen. Wo sich andere Kinder zu Weihnachten Spielzeug wünschten, standen bei mir Außenfilter, Aquarienatlanten oder Schneckenbuntbarsche auf dem Wunschzettel!


   Im Jahre 1987  schließlich begann ich mein Zoologie-Studium, das ich 1994 mit einer Diplomarbeit über die „Varianz äußerer Körpermaße beim "Guppy" abschloss. Noch im Dezember des selben Jahres folgte meine erste berufliche Tätigkeit: Facharbeiter in einem Zoofachgeschäft, Abteilung Aquaristik. Es folgten Jobs in weiteren Zoofachhandlungen und dann ein kurzes Intermezzo im Tiergarten Schönbrunn. Im Februar 2005 begann ich meine Tätigkeit im Haus des Meeres, wo ich seit Sommer 2006 als Kurator tätig bin, unter anderem auch für den Bereich Süßwasseraquaristik…


   Kurz nach Beendigung meines Studiums besuchte ich zum ersten Mal das Symposion für Vivaristik, damals noch in Lindabrunn. Ich wurde ein treuer Fan dieser großartigen Veranstaltung, lernte dort auch Evelyn Kolar kennen, die über die Reptilien-Auffangstation eng mit dem Haus des Meeres verbunden ist. Als dann plötzlich ein Vizepräsident für den Blauen Kreis gesucht wurde, zögerte ich nur kurz und begab mich in die –für mich nicht ganz unbekannten – Gewässer des Tierschutzes: Seit 1998 züchte ich seltene und bedrohte mexikanische Fische, bin auch international tätig, und gründete im Oktober 2003 eine Arbeitsgruppe in Österreich, die sich auch um die Erhaltung dieser Fische bemüht. Viele dieser Fische haben in der Natur keinen Lebensraum mehr und leben nur mehr in Aquarien von engagierten Liebhabern; andere bewohnen nur mehr Kleinstgewässer von wenigen Quadratmetern, und diese schwinden beinahe täglich! Tierschutz und Arterhaltung an vorderster Front also, mitten im Brennpunkt des Aussterbens von Tierarten, dort wo sich Verzweiflung und Hoffnung paaren und Lebensinhalte geboren werden.


   Mein Wahlspruch ist: „Was man tut, ist für mich nicht entscheidend! Für mich zählt, was ich mit meinem Gewissen vereinbaren kann!


   Übrigens: Einen Biologen zum Vater zu haben, ist nicht immer einfach. Einer meiner beiden Söhne konnte von den vier Fragen seines ersten Biologietests nur eine fast beantworten: Nach eineinhalb Seiten über die Biene, über die er in der Volksschule referiert hatte, war die Zeit um…

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