Blauer Kreis Zoologische Gesellschaft Österreichs für Tier- und Artenschutz
Blauer Kreis             Zoologische Gesellschaft Österreichs für Tier- und Artenschutz

Willkommen beim Blauen Kreis!

Liebe Mitglieder und Freunde,
Vor Weihnachten haben wir an Sie, die Mitglieder des Blauen Kreises und des Vereins der Freunde Haus des Meeres, den liebevoll gestalteten Kalender 2017 versandt. Durch ein Versehen unserer Druckerei waren allerdings einige des Tiergartens Walding dabei, mit unserem Brief und unserem Erlagschein. Wenn Sie uns anrufen (0664-12 17 427) oder mailen (blauerkreis@aon.at), senden wir Ihnen gerne den Blauen Kreis-Kalender zu.
​Den Walding-Kalender, den auch unsere liebe Fotografin Jutta Kirchner gestaltet hat, behalten Sie bitte.
​Herzlichen Dank und alles Gute für 2017,
​Evelyn Kolar und Charlotte Deutsch

            Frohe Weihnachten

 

Die Begegnungen und Verbindungen mit Menschen und Tieren, geben unserem Leben erst Sinn.

Danke für wunderbare Begegnungen im vergangenen Jahr, danke für Ihre Freundschaft, danke für Ihre Treue, danke für Ihr Vertrauen.

Wir senden Ihnen die besten Wünsche für ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches und zufriedenes Neues Jahr mit vielen interessanten Begegnungen.

Zoologische Gesellschaft Österreichs für Tier- und Artenschutz

Die Natur und die Tiere sind uns ein großes Anliegen!

 

Unser gemeinnütziger Verein aus Österreich hat sich zum Ziel gesetzt zu helfen.

 

Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten über uns.

 

Wenn Sie uns bei unserer Arbeit helfen möchten, dafür haben wir ein Spendenkonto eingerichtet.

Waldkauz - Vogel des Jahres 2017

Der Waldkauz – ein stimmgewaltiger Heimlichtuer

 

Dank der landschaftlichen Vielfalt kommen in Österreich bis zu 10 Eulenarten vor. Die Größenspanne reicht vom imposanten Uhu (60 -70cm) bis zum kecken Sperlingskauz (16 -17cm); der gedrungene Waldkauz besetzt mit etwa 40cm Körpergröße und 0,50 -0,60kg Gewicht das Mittelfeld. Sein großer, bei Erregung kugelig aufgeplusterter Kopf war wohl Namen-gebend, denn „Kauz“ lässt sich von „Katze“ ableiten. Mit flauschigem Gefieder und den großen, tiefschwarzen „Kirschenaugen“ erfüllen Waldkäuze alle Merkmale des sogenannten „Eulen-Schemas“.

 

Diese anpassungsfähige Eulenart findet sich nicht nur in Wäldern (bevorzugt in klimatisch günstigen Laub- und Mischwäldern), konnte ihren Aktionsraum vielmehr bis in Baum-bestandene Parks und Gärten am Stadtrand ausdehnen. Dort sucht sie dichte Baumkronen, schützende Efeuranken oder ausgefaulte Baumhöhlungen als Tagesversteck, sie weiß aber auch Nischen in brüchigem Gemäuer oder Kamine als Schlupfwinkel zu nutzen. Als dämmerungs- und nachtaktive Mäusejäger versuchen Waldkäuze nämlich, tagsüber möglichst „unsichtbar“ zu bleiben. Dazu drücken sie sich bei Störung z. B. in ein großes Astloch, die Augen werden spaltförmig zugekniffen; letztlich perfektioniert die Fleckenzeichnung des meist graubraun-rindenfarbigen Gefieders diese Tarnung.

 

Die Hauptaktivität der Käuze fällt in Dämmerung und Dunkelheit. Den nächtlichen Jagdflug  ermöglichen außerordentlich spezialisierte Sinnesorgane: Die großen Augen vermögen selbst geringes Restlicht auszunutzen; bei völliger Finsternis gelingt noch eine Orientierung mit Hilfe des extrem feinen Gehörs. Die großen, rund-geschnittenen Flügel erlauben selbst in dichtem Baumbestand wendige Drehungen, wobei ein feiner Fransensaum an der Schwingenkante als „Schalldämpfer“ dient - und ein nahezu lautloses Anpirschen ermöglicht.

 

Die bevorzugten Mäusearten finden sich meist auf kleinen Waldlichtungen, an Waldrändern und am Bachufer. Allerdings schwankt das Angebot an Mäusen von Jahr zu Jahr ganz erheblich. Z. B. kann die Mäusedichte infolge einer reichen Samenmast der Waldbäume sprunghaft ansteigen, in den Folgejahren aber wieder - auf nahe Null – zusammenbrechen. Dann müssen Waldkäuze ihren Energiebedarf allein mit Regenwürmern und Käfern decken; gelegentlich können selbst Frösche, Fische oder kleinere Vögel zur Beute werden. Da Eulen die unverdaulichen Beutereste wieder auswürgen, lässt sich der jeweilige Speiseplan an Hand der Gewölle („Speiballen“) gut ermitteln.

 

Ein reiches Beuteangebot ist vor allem zur Brutzeit wichtig, da das Eulenmännchen das brütende bzw. hudernde Weibchen samt den Jungen allein versorgen muss. Als Anpassung an den nicht vorhesehbaren „Mäusezyklus“ werden in sogenannten „Mäusejahren“ sehr viel mehr Eier gelegt bzw. Nestlinge aufgezogen, als in Mangeljahren.

 

Waldkäuze achten streng auf ihre Reviergrenzen, wobei sie Nachbarn oder Rivalen vor allem durch Rufen und Singen auf Distanz halten. Wer kennt nicht den typischen Waldkauz-Gesang, wie er jeden Fernseh-Krimi akustisch untermalt: einerseits weich, hohl und weittragend, andererseits heulend und tremolierend mit charakteristischen Pausen. Da Silbenlänge und Stimmcharakter bei jedem Männchen individuell verschieden sind, können fremde Eindringlinge eindeutig von bekannten Nachbarn unterschieden werden.

 

Mit grellen kjiewitt-Rufen, dumpfem Kollern und heulenden Gesängen finden die Paare bereits im Herbst zusammen, wobei Männchen wie Weibchen über ein vielfältiges Lautrepertoire verfügen. Da Waldkäuze sehr früh im Jahr mit der Brut beginnen, setzen ihre Balzgesänge - nach kurzer Winterpause - oft schon im Januar/Februar wieder ein. Jetzt gilt es, eine bestmöglich geeignete Bruthöhle zu finden, sei es ein hohler Baum, ein einsamer Hochsitz oder eine Nische im offenen Kirchturm. Mancherorts stehen den Eulen auch große Nistkästen zur Verfügung. Hier formen die Eulen eine flache Mulde durch grabendes Scharren in der Bodenstreu.

 

In zweitägigem Abstand legt das Weibchen reinweiße, nahezu kugelrunde Eier. Die Anzahl richtet sich nach dem aktuellen Beuteangebot: 5 -7 in Mäusejahren, 3 -4 in normalen Jahren; in Mangeljahren kann die Brut aber auch ausfallen. Das Weibchen brütet alleine, wobei die Bebrütungsdauer bei den Eulen – als eher „altmodischer“ Vogelgruppe – wenigstens 4 Wochen dauert. Rechnet man dann weitere 4 Wochen Nestlingszeit hinzu, so braucht das Eulenpärchen ganze 2 Monate, bis der Nachwuchs den Nistplatz verlässt, und noch einmal 3 -4 Wochen, bis die Jungkäuze endlich selbstständig sind.

 

Waldkäuze sind echte „Nesthocker“ und brauchen eine intensive Betreuung durch ihre Mutter, zumindest die ersten 10 Tage ihres Lebens: der kompakte Körper liegt kraftlos auf, bedeckt mit einem nur schütteren Dunenflaum (Eidunen), die Augen im übergroß wirkenden Kopf noch geschlossen, die federlosen Flügel schlaff herunterhängend. Dank der eiweißreichen Nahrung machen Wachstum und Entwicklung aber rasche Fortschritte: Schon nach wenigen Tagen sprießen erste Federkiele an Rücken und Flanken; die Augen öffnen sich spaltförmig und allmählich können auch die – noch klobigen - Beine den Körper abstützen. Ab dem 10. Lebenstag wärmt das Nestlingskleid bereits soweit, dass die Eulenmutter ihre  Jungen zeitweise allein lassen kann. Bis zur 3. Lebenswoche verdichtet sich das erste Gefieder und lässt die Eulchen wie flauschige Knäuel aussehen. Jetzt versuchen sie auch schon, neugierig zum Höhleneingang zu klettern. Typischerweise springen Waldkauz-Junge mit etwa 4 Wochen vom Nistplatz, noch ohne jede Flugfähigkeit. Da hocken sie dann oft verdutz – und scheinbar verlassen – auf dem Waldboden. Nur allzu oft glauben gutmeinende Menschen, diese Findlinge „retten“ zu müssen. Das ist nicht nur nicht notwendig, sondern sogar abträglich. Denn erstens werden solche „Ästlinge“ von ihren Eltern weiter versorgt, dabei oft auch in vehementen Angriffen gegen Störer aller Art verteidigt (auch gegen verdutzte Spaziergänger). Und zweitens können die Jungkäuze unter Einsatz von Krallen, Schnabel und Flügel an rauen Baumborken oder Gebüsch in sichere Stammhöhen hinaufklettern.

 

Der jeweilige „Vogel des Jahres“ soll auf ein aktuelles Naturschutzproblem aufmerksam machen. In diesem Sinne stehen Waldkäuze stellvertretend für den Schutz alter Bäume, den Erhalt von geeigneten Bruthöhlen und für die Berücksichtigung des Artenschutzes bei Verkehrsplanung, Errichtung von Zäunen sowie der Konstruktion von Stromleitungen oder Windkrafträdern, denn alle diese Phänomene der Kulturlandschaft bergen ein hohes Unfallrisiko für große Vögel, speziell für Eulen, die solche Hindernisse bei Dunkelheit ja nicht erkennen können. – Des Weiteren will uns der Waldkauz - als Jahresvogel – von der abergläubischen Auffassung abbringen, Eulen seien „Todesboten“. Denn ein Kenner wird aus dem hallenden Heulgesang eines Waldkauz´ nichts Unheimliches heraushören, eher einen „Jubelschrei“, der uns das nahe Frühjahr ankündigt.

 

 

W. Scherzinger

Bischofswiesen 

Waldkauz mit Augenverletzung nach Kollision mit einem Auto, in Pflegestation "Haringsee"/ Marchfeld
Waldkauz-Nestlinge, entsprechend 2-Tage-Schlupfintervall jeweils 7,9, und 11 Tage alt
Waldkauz-Männchen im Tagesversteck
Waldkauz-Pärchen, leicht tarnend
Waldkauz-Weibchen (rot-braune Phase)
Waldkäuze-„Ästlinge“, vom sicheren Brutplatz eben abgesprungen

Der neue Tierkalender 2017

Details auf das Bild klicken

Liebe Tierfreunde!

Auch heuer dürfen wir Ihnen wieder einen Kalender für das neue Jahr überreichen - heuer in neuem Format.

Wir haben uns bemüht, die Kalender-Bilder wieder als einen Querschnitt unserer Aktivitäten auszu­wählen: Tiere in der Pflegestation, Tiere im Haus des Meeres (diesen Kalender erhalten ja auch die Mitglieder des „Vereins der Freunde Haus des Meeres"), freilebende Tiere, die besonderen Schutzes bedürfen, und nicht zuletzt Tiere aus dem Tiergarten Schönbrunn - das sind die Botschafter der Tiere in freier Wildbahn bzw. gefährdeter Haustierrassen.

 

Natürlich sind die Fotografien wieder von unserem Mitglied, der Tierfotografin Jutta Kirchner.

 

Nach wie vor kümmern wir uns um die Vogelfütterung im Winter auf Friedhöfen und in Parkanlagen, um die Anbringung von Nistkästen, um Aussteigehilfen für junge Enten aus den urbanen Teichen, um einen nachhaltigen Biotopschutz und betreiben die Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien „TIERE IN NOT - Tierheim im Haus des Meeres", wo wir wieder viele Tiere aufgenommen  haben, manche in sehr schlechtem Zustand - ausgesetzt, unerwünscht, vom Besitzer verlassen, weg­gegeben oder wegen schlechter Haltung von den Veterinärbehörden beschlagnahmt, und wo wir für einige auch verlässliche Plätze gefunden haben.

Wir versorgen und pflegen die Tiere nach besten Kräften, gemäß den strengen Auflagen des Veterinär­amtes der Stadt Wien, das der Pflegestation den Status eines Tierheimes verliehen hat.

Der Blaue Kreis finanziert all diese Aktivitäten, mit Ausnahme geringer Förderungen, durchwegs durch Ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wir sind für jeden Euro dankbar, der auch zuverlässig den Tieren zugutekommt.

 

Sollten Sie Ihre Familie und Ihre Freunde beschenken wollen: Dieser Kalender ist für eine Spende von mindestens € 5,- im Haus des Meeres erhältlich bzw. unter 0043-1-982 95 01 oder per E-Mail unter: blauerkreis@aon.at. Spendenkonto: IBAN: AT23 6000 0000 0743 3041 BIC: OPSKATWW

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrem Kalender und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2017!

Sie würden gerne mehr zu uns und unseren Projekten erfahren? Wenn Ihnen gefällt, was wir tun, und Sie uns gerne unterstützen möchten, dann informieren Sie sich einfach über uns!

Wir würden uns freuen, Sie in unserem Verein als neues Mitglied begrüßen zu dürfen.

 

KAMERAD TIER 3+4/2016
Schulwettbewerb - ein großer Erfolg!

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Blauer Kreis

Schadekgasse 6/1

1060 Wien

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 Fax: +43 (0)1 282 20 25

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